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Die Bürgerinitiative Lambergischer Pfad ist durch die Verbindung der Gemeinden Strašín, Žihobce, Žichovice, Nezamyslice und Rabí entstanden, mit dem Ziel für die Denkmäler des ehemaligen Landbesitzes der Familie Lamberg zu werben. Gegründet wurde diese Vereinigung auf Anlass der österreichischen Stadt Steyr, woher dieses altertümliche Geschlecht ursprünglich kam. Zum Hauptanliegen der Initiative wurde die Werbung für unsere Region, für die Entwicklung der touristischen Erschließung sowie für die Kulturveranstaltungen in den jeweiligen Gemeinden. Es ist historisch belegt, dass das Lambergische Herrschaftsgut seine Blütezeit vor allem im 19. Jahrhundert erlebte und die Herrscher von der Bevölkerung gemocht wurden, insbesondere der Fürst Gustav Joachim und seine Ehefrau Fürstin Kateřina, geborene Hrádková.
Die Gemeinde Strašín glänzt mit der Pfarrkirche „Mariae Geburt“, in welcher Fürst Gustav einst Kateřina heiratete. In der Gemeinde Žihobce können die Besucher die neu sanierte neuromanische Kirche „Von der Verklärung des Herrn“ besichtigen. In dem benachbarten Schloss wird eine Ausstellung zum Leben der Familie Lamberg vorbereitet. Das Schloss Žichovice – im Stil der Nordrenaissance errichtet – war das Verwaltungszentrum des gesamten Landesbesitzes von insgesamt 32 Gemeinden. Die Gemeinde Nezamyslice wird durch die Kirche Mariae Himmelfahrt und die St. Erasim Kapelle, die als die Lambergische Gruft dient, geschmückt. Die Burg Rabí ist die größte Ruine Tschechiens, die seit 1708 zum Besitz der Lambergs gehörte, als sie durch den Kardinal und Passauer Bischof Johann Philipp von Lamberg als Bestandteil des Landbesitzes von Rabí gekauft wurde. Gemeinsam mit dem Gut in Žichovice (1707) und Žihobce (1710) konzentrierte Johann Philipp von Lamberg einen großen Besitz von 32 Gemeinden, dem Fluss Otava, Bächen, Teichen, Mühlen, Feldern und Wäldern. Um diesen Besitz für immer als Erbgut beibehalten zu können, errichtete er das Familienfideikommiss. So blieb es bis zum Jahr 1945 mehr oder weniger unverändert und das Gut wurde dann durch den Beschluß der Beneš-Dekrete in Staatsbesitz überführt.
Die Bürgerinitiative Lambergischer Pfad bemüht sich um die Öffnung von Teilen des Schlosses in Žichovice und Žihobce sowie anderer kirchlicher Denkmäler. Empfehlenswert, um die Geschichte der Region kennenzulernen, sind für Interessenten u.a. das Buch „Kněžna Káča“ des in Žihobce geborenen und in Sušice im Gymnasium tätigen Professors František Procházka sowie die Veröffentlichung von Zdeněk Ruda „Střípky z žichovické historie“ mit zahlreichen Abbildungen.
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